20.09.2022

Fatih Akin auf Amrum und Meermädchen als SerieFörderentscheidung High End und Nordbuster

Visual mit Leuchtturm

In seiner dritten Sitzung des Jahres fördert das High End-Gremium der MOIN Filmförderung elf Projekte mit rund 1,7 Millionen Euro. Darunter der neue Film „Amrum" von Fatih Akin und Hark Bohm sowie die Serienverfilmung des Jugendbuch-Bestsellers Alea Aquarius. Das Nordbuster-Gremium hat zudem zwei Projekte mit rund 440.000 Euro unterstützt.

Bereits für „Aus dem Nichts" schrieben Hark Bohm und Fatih Akin gemeinsam das Drehbuch – mit Amrum (800.000 Euro, bombero international, Hamburg) setzen sie diese erfolgreiche Kooperation fort. Das Drama erzählt von Bohms eigener Kindheit im Frühjahr 1945 auf der Insel Amrum: Seehundjagd, Fischen bei Nacht, Schuften auf dem Acker, nichts ist zu gefährlich oder zu mühsam für den 10-jährigen Nanning. Er hilft seiner Mutter in den letzten Kriegstagen auf der Insel dabei, die Familie zu ernähren. Mit dem ersehnten Frieden kommen aber völlig neue Konflikte und Nanning muss lernen, seinen eigenen Weg zu gehen. Fatih Akin wird Regie führen, Karl Walter Lindenlaub („Independence Day") übernimmt die Kamera. Der Film wird fast 50 Drehtage in der Förderregion haben und wurde aufgrund seiner besonderen kulturwirtschaftlichen Bedeutung auch vom Nordbuster-Gremium gefördert (400.000 Euro High End-Förderung, 400.000 Euro Nordbuster-Förderung).

Regisseurin und Drehbuchautorin Maria von Heland verfilmt mit Alea Aquarius (500.000 Euro, Red Balloon Film, Hamburg) die erfolgreiche Jugendbuch-Reihe von Tanya Stewner im Serienformat. Im Zentrum der Geschichte steht das Mädchen Alea Aquarius, das lange in dem Glauben gelebt hat, eine tödliche Krankheit zu haben. Irgendwann findet sie jedoch heraus, dass sie ein Meermensch ist und die Wasserwelt vor der Zerstörung retten muss. Die Serie wird zehn Drehtage in Hamburg haben – der Drehstart ist für Sommer 2023 geplant.

Regisseur Dirk Hampel schickt in seinem neuen Animationsfilm Meine Freundin Conni – 2 (300.000 Euro, youngfilms, Hamburg) das Mädchen Conni auf ein aufregendes Abenteuer mit ihren Freund*innen, Opa Willi, einem verletzten Kranich und natürlich mit Kater Mau. Das Drehbuch kommt von Sven Severin und Oliver Huzly. Der Film wird komplett in Hamburg produziert. Weitere 180.000 Euro Produktionsförderung gibt es für die dänisch-deutsch-norwegische Koproduktion Way Home (Tamtam Film, Hamburg) von Regisseurin Charlotte Sieling: Als sich Christians 18-jähriger Sohn Adam in Syrien dem IS anschließt, gibt es für den dänischen Vater nicht mehr länger nur 'richtig' oder 'falsch'. Er macht sich auf, um Adam zu verstehen und nach Hause zu holen. Das Drehbuch schrieben Jesper Fink und Nagieb Khaja.

Drehbuchförderung gibt es für den Animationsfilm Victor (35.000 Euro, Lauenstein & Lauenstein Filmproduktion, Hamburg), in dem der neunjährige Victor sich ein paar coole Freund*innen ausdenkt, die plötzlich real werden. Die Hamburger Brüder Christoph und Wolfgang Lauenstein haben das Drehbuch verfasst. Das Nordbuster-Gremium hat ebenfalls Drehbuchförderung ausgesprochen: 36.000 Euro gehen an das Drama Die Hallig von HMS-Absolvent Florens Huhn und der Kieler Co-Autorin Hanna Neunaber, in dem ein Elternpaar bereit ist, seine zwei Kinder im Kampf gegen die Klimakatastrophe zu opfern.

Verleihförderung geht an insgesamt sechs Projekte: Fatih Akins Rheingold (60.000 Euro, Warner Bros. Entertainment, Hamburg), Einfach mal was Schönes (55.000 Euro, Warner Bros. Entertainment, Hamburg) von Karoline Herfurth, Meine Chaosfee und Ich (55.000 Euro, Telepool, München) von Caroline Origer, Kilian Riedhofs Meinen Hass bekommt ihr nicht (55.000, Tobis Film, Berlin), den Cannes-Gewinnerfilm Triangle of Sadness (50.000 Euro, Alamode, München) von Ruben Östlund sowie Die Legende der Weihnachtshexe (30.000 Euro, Little Dream Pictures, Hamburg) von Regisseurin Paola Randi.

Eine detaillierte Übersicht aller geförderten Projekte des High End-Gremiums gibt es hier.

Eine detaillierte Übersicht aller geförderten Projekte des Nordbuster-Gremiums gibt es hier.

Das High End-Gremium ist für Filme und Serien mit Produktionskosten über 3,5 Mio Euro zuständig. Die Förderentscheidung trafen am 7. September Christian Granderath, Murat Isgüder, Wenka von Mikulicz, Caroline von Senden, Ipek Zübert und Helge Albers.

Das Nordbuster-Gremium ist für Filme zuständig, die eine besondere kulturwirtschaftliche Bedeutung für die Region haben. Die Fördersumme von jährlich einer Million Euro wird von Warner Bros. in Form eines Treuhandfonds zur Verfügung gestellt. Die Förderentscheidung trafen am 8. September Maike Haas, Benjamina Mirnik-Voges und Peter Preisser